Aufrufe: 0 Autor: Site-Editor Veröffentlichungszeit: 21.09.2024 Herkunft: Website

Vergleichen Sie Echtzeit-Streaming-Lösungen? Erforschen Sie die Unterschiede zwischen Streaming-Hardware und -Software? Möchten Sie die Grundlagen der Streaming-Kodierungseinstellungen verstehen? Lesen Sie weiter! All dies und mehr behandeln wir in diesem Einsteigerhandbuch für Hardware-Encoder.
Beim Streamen von Videos über ein Netzwerk sind unkomprimierte Video- und Audiodateien zu groß, um sie in Echtzeit zu senden. Die Lösung besteht darin, diese Dateien zuerst zu komprimieren.
Video-Encoder-Hardware ist ein spezielles Gerät, das Audio- und Videodaten erfasst, komprimiert (kodiert) und an ihr Ziel sendet. Konkret handelt es sich bei einem Echtzeit-Streaming-Hardware-Encoder um ein Gerät, das Videostreams über ein lokales Netzwerk (LAN), ein Weitverkehrsnetzwerk (WAN) oder das Internet liefern kann.
Zu den Online-Streaming-Zielen gehören Streaming-Plattformen wie YouTube Live, LinkedIn Live und Facebook Live sowie Streaming-Dienste wie Vimeo, Akamai und Wowza.
Beispiele für Echtzeit-Streaming-Encoder sind EH901, ES901 und EH404 von ORIVISION. Darüber hinaus verfügen viele Hardware-Encoder über weitere Funktionen wie Echtzeit-Videoumschaltung und lokale Videoaufzeichnung.
Orivision ZY-EH901 h.265-Streaming-Encoder – H.265 1080P@60 HDMI-Video-Encoder mit LCD
Orivision ZY-ES901 H.265 1080P@60 SDI-Video-Encoder mit LCD
Orivision ZY-EH404 H.264 4 Kanäle 4K@30 H.264 HDMI-Video-Encoder
Live-Streaming-Software ist eine Anwendung, die auf einem handelsüblichen Computer wie einem Laptop oder Desktop ausgeführt wird. Einige Beispiele für Streaming-Software sind vMix, Wirecast und OBS. Ähnlich wie Hardware-Encoder komprimiert Echtzeit-Streaming-Software Videos und überträgt sie an ihr Ziel.
Der Hauptunterschied besteht darin, dass Hardware-Encoder ihre gesamte Rechenleistung für die Erfassung, Kodierung und das Streaming aufwenden. Im Gegensatz dazu muss computergesteuerte Streaming-Software Ressourcen mit anderen Prozessen auf dem Computer teilen. Hardware-Encoder wurden von Grund auf für die Kodierung und das Streaming entwickelt und stellen daher eine zuverlässigere Streaming-Lösung dar als vergleichbare Software. Aus diesem Grund verlassen sich professionelle Rundfunkveranstalter in geschäftskritischen Situationen auf Hardware-Encoder.
Codecs
Codecs sind Komprimierungsmethoden, die Mediendateien kleiner machen. Verschiedene Codecs bieten je nach Anwendungsfall unterschiedliche Arten der Komprimierung. Nicht alle Video-Codecs sind für Echtzeit-Streaming geeignet.
Video-Codecs, die häufig für Streaming-Medien verwendet werden, sind Motion-JPEG (MJPEG), H.264/AVC und H.265/HEVC. H.264/AVC ist heute wohl der am häufigsten verwendete Codec. H.265/HEVC ist die nächste Generation von Codecs nach H.264/AVC. Es verspricht die gleiche Qualität wie H.264 bei etwa halber Bitrate und reduziert so den Bedarf an Upload-Bandbreite.
Bitte beachten Sie, dass Audio getrennt vom Video codiert wird. Der am häufigsten verwendete Audio-Codec heißt AAC.
Codierungsauflösung
Die Kodierungsauflösung ist die Größe eines Videobilds, ausgedrückt in Pixeln als Breite x Höhe. Zwei gängige Auflösungen sind 1280 x 720 (also 720p) und 1920 x 1080 (also 1080p). Höhere Streaming-Auflösungen wie 4K sind weniger beliebt, da sie eine robuste Rechenleistung, Upload-Bandbreite und Unterstützung für 4K-Auflösungen auf der Anzeigeseite erfordern.
Bildrate
Die Bildrate ist die Anzahl der pro Sekunde kodierten Bilder in Bildern pro Sekunde (fps). Zu den Standardbildraten gehören 24, 25, 30 und 60 fps, wobei 30 fps die am häufigsten verwendete Einstellung für Online-Streaming ist.
Bitrate
Die Bitrate beschreibt die pro Zeiteinheit übertragene Datenmenge. Die Bitrate wird normalerweise in Kilobit pro Sekunde (Kbps) und seltener in Megabit pro Sekunde (Mbps) gemessen. Je höher die Bitrate, desto höher die Videoqualität, aber auch desto größer die Dateigröße.
Um die richtige Bitrateneinstellung zu finden, ist ein Gleichgewicht erforderlich. Eine zu niedrige Bitrateneinstellung kann dazu führen, dass der Livestream unruhig und von schlechter Qualität aussieht. Andererseits kann eine zu hohe Bitrateneinstellung dazu führen, dass das Video des Betrachters aufgrund der großen Dateigröße gepuffert wird.
Ein Streaming-Protokoll ist eine Methode zur Bereitstellung von Multimedia an ein Streaming-Ziel. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Regeln, die bestimmen, wie das codierte Video in kleinere Teile aufgeteilt und pünktlich und in der richtigen Reihenfolge an den Zielort geliefert wird. Verschiedene Hardware-Encoder unterstützen bestimmte Streaming-Protokolle. Darüber hinaus funktionieren einige Streaming-Protokolle nur mit bestimmten Codecs, während andere keine Codecs unterstützen.
Eines der am häufigsten verwendeten Streaming-Protokolle ist das Real-Time Messaging Protocol (RTMP) und seine sichere Variante (RTMPS). RTMP(S) ist ein leistungsstarkes und universell unterstütztes Protokoll. Allerdings funktioniert es nur mit dem H.264-Codec und hat eine gewisse Verzögerung (3-30 Sekunden).
HTTP Live Streaming (HLS) ist ein weiteres häufig verwendetes Protokoll, das von fast allen Browsern, Betriebssystemen und sogar Smart-TVs unterstützt wird. HLS funktioniert nur mit den Codecs H.264 und H.265.
Secure and Reliable Transport (SRT) ist ein Codec-agnostisches Open-Source-Streaming-Protokoll. Es ermöglicht robustes Streaming mit geringer Latenz auch über suboptimale Netzwerke. Seine Fähigkeit, qualitativ hochwertige Inhalte nahezu in Echtzeit über das Internet zu übertragen, bietet Rundfunkveranstaltern eine praktikable Alternative zur teuren Satellitentechnologie. SRT wird beispielsweise nicht so weit verbreitet wie RTMP, erfreut sich aber im Bereich der Hardware-Kodierung immer größerer Beliebtheit und Unterstützung.
Der Preis eines Hardware-Encoder-Modells basiert auf der Anzahl und Art der Eingangsanschlüsse, den unterstützten Streaming- und Codierungstechnologien und vor allem der Verarbeitungsleistung. Jede zusätzliche Eingangsquelle und jeder zusätzliche Kodierungskanal belastet die CPU des Kodierers zusätzlich.
Wir empfehlen die Auswahl eines Hardware-Encoders basierend auf Ihren Codierungs- und Streaming-Anforderungen.
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